Malteser – weißer Wirbelwind mit viel Herz
Intelligenter Charmeur mit adligen Vorfahren
Der Malteser zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt – er war schon in der Antike bekannt. Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum; allerdings nicht von der Insel Malta, wie man aus dem Namen schließen könnte. Das Wort Malteser geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf das aus der semitischen Sprachfamilie stammende Wort „màlat“ zurück, das „Hafen“ oder „Zuflucht“ bedeutet. Beheimatet waren die Vorfahren des kleinen Wirbelwinds also in den Häfen am Mittelmeer. Dort streunten sie zwischen den Schiffen und Lagerhäusern umher, immer auf der Suche nach Mäusen, Ratten oder anderen Leckerbissen. Bereits im Alten Rom avancierte der Malteser zum Begleithund adliger Damen. In der Renaissance eroberten die cleveren Hunde das Herz des Adels endgültig und lebten fortan auf großer Pfote. So finden sie sich auf zahlreichen Abbildungen aus jener Zeit.
Aussehen des Maltesers
Der Malteser zählt in Deutschland zu den beliebten Hunderassen und wird von der Fédération Cynologique Internationale der Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithunde“, Sektion 1 Bichons und verwandte Rassen zugeordnet.
Malteser wirken aufgrund ihres Körperbaus und ihrer langen Haarpracht auf viele Menschen sehr elegant: Sie sind klein, der Körper ist länglich und wird von einem langen, weißen Fell bedeckt. Seine Augen sind groß, der Blick lebhaft und aufmerksam.
Wie groß und wie schwer werden Malteser?
Malteser gehören zu den kleinen Hunderassen: Ausgewachsene Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 21 bis 25 Zentimeter, Hündinnen eine Widerristhöhe von 20 bis 23 Zentimetern. Je nach Größe kann ein Malteser drei bis vier Kilogramm schwer werden.
Wie alt werden Malteser?
Kleine Hunde wie der Malteser haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung als große Hunderassen. Studien legen nahe, dass das Wachstum im Welpenalter hierbei eine entscheidende Rolle spielt. Ein Malteser wird für gewöhnlich 12 bis 15 Jahre alt.
Durch eine liebevolle Pflege, hochwertiges Futter und regelmäßige Bewegung kannst du die Gesundheit deines Vierbeiners unterstützen und zu einem langen, glücklichen Leben beitragen. Du möchtest wissen, wie alt dein Malteser in Hundejahren ist? Mithilfe unserer Tabelle erfährst du ganz einfach, wie du Hundejahre in Menschenjahre umrechnen kannst.
Der Charakter: Ist ein Malteser ein Kläffer?
Manche Menschen haben die Sorge, dass Malteser zu den sogenannten „Kläffern“ zählen. Malteser bellen für gewöhnlich jedoch nicht übermäßig viel und gelten daher allgemein nicht als „Kläffer“.
Grundsätzlich ist häufiges Bellen auch nicht nur auf die Hunderasse zurückzuführen, sondern hat ganz individuelle Ursachen. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeberbeitrag Hund bellt – zu oft, zu laut, zu lang.
Der Malteser ist ein Hunderasse mit lebhaftem Temperament. Die kleinen weißen Wollknäule sind selbstbewusst, intelligent, verspielt, fröhlich und wachsam. Gelegentlich können Malteser auch dickköpfig sein, in der Regel ist diese Hunderasse aber sehr umgänglich. Am liebsten möchten sie ihre Familie überall hin begleiten, was aufgrund ihrer geringen Größe zum Glück selten ein Problem ist. Wenn du deinen Malteser entsprechend erziehst und ausreichend mit ihm übst, kannst du ihn meist auch problemlos mitnehmen, z.B. auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wie einem Bus. Fremden Menschen gegenüber sind die kleinen Hunde am Anfang jedoch eher scheu. Nach dem Kennenlernen ändert sich das aber meistens schnell.
SteckbriefMalteser
Rasse : Malteser
Herkunft: Mittelmeerraum
Klassifikation: Gesellschafts- und Begleithund
Größe: Rüde 21 bis 25 Zentimeter Widerristhöhe, Hündin 20 bis 23 Zentimeter Widerristhöhe
Gewicht: 3 bis 4 Kilogramm
Körperbau: Körper länger als hoch; kurze, gerade Gliedmaßen, stolze Kopfhaltung
Augen: runde, dunkle Knopfaugen
Ohren: lange, dicht behaarte Schlappohren
Fell und Farbe: dichtes, weißes, seidig-glänzendes Langhaarfell
Charakter: lebhaft, verspielt, selbstbewusst, lernwillig
Pflege: tägliche Fellpflege, um ein Verfilzen der Haare zu vermeiden
Gesundheit: Veranlagung zu Augenreizung und Bindehautentzündung aufgrund des Fells
Der Kleinspitz – ein aufmerksamer Wach- und Begleithund
Kleiner Wachhund mit großer Tradition
Spitze blicken auf eine lange Geschichte zurück: Ausgrabungen zufolge lebten schon vor 6000 Jahren Spitz-artige Hunde – sogenannte Turfspitze – mit unseren Vorfahren zusammen. Sie übernahmen zahlreiche Aufgaben, darunter die Mithilfe bei der Jagd und das Bewachen der Häuser. Aus dem Ur-Spitz ging später der Wolfsspitzhervor, ein nützlicher Jagdhund, der in der Farbe Weiß gezüchtet wurde, um ihn vom wild lebenden Wolf zu unterscheiden.
In den letzten zwei Jahrtausenden entwickelten sich unterschiedliche Spitzrassen in verschiedenen Größen, im Mittelalter galten sie als Hund des kleinen Bürgers und Bauern. Schon früh haben Spitze den Beinamen „Mistbeller“ erhalten – ein Hinweis auf ihre Leidenschaft zum Wachen. Als Wachhunde wurden sie auch häufig als Begleiter von Kutschen mitgeführt, wo sie lange Wege zu Fuß oder gar reitend zurücklegten.
Bis heute erweisen sich Spitzrassen wie der Kleinspitz als sehr ursprüngliche Hunde. Sie werden inzwischen mit einem extrem dichten, fast fluffigen Fell gezüchtet und erfreuen sich als Begleit- und Wachhund großer Beliebtheit.
Der Charakter des Kleinspitzes
Der Kleinspitz gilt als anhängliche, treue Hundeseele, die sich eng an ihre Menschen bindet. Wenn möglich möchte der liebenswerte Begleiter immer dabei sein. Seine muntere, verspielte Art und das kuschelige Äußere sorgen dafür, dass der kleine Spitz fast überall willkommen ist. An fremden Menschen haben die meisten erwachsenen Spitze aber wenig Interesse. Sie sind von Natur aus misstrauisch und zurückhaltend, ohne jedoch aggressiv zu sein. Du musst deinen Kleinspitz daher gut sozialisieren, damit er lernt, sich beim Aufeinandertreffen mit anderen Menschen und Hunden richtig zu verhalten.
Die Wachsamkeit der Kleinspitze ist legendär – ihm entgeht nichts. Besucher werden schon angekündigt, bevor sie auf den Klingelknopf drücken können. In größeren Wohnanlagen und Mietshäusern kann das lautstarke Melden allerdings zum Problem werden. Mit einer passenden Erziehung lässt sich das Melden zwar kontrollieren. Dennoch solltest du dir bewusst sein, dass das Wachen Teil des Charakters des Kleinspitzes ist und für ihn ebenso wichtig wie das Rennen für Windhunde oder das Hüten für einen Border Collie.
Dank ihrer Intelligenz lernen Kleinspitze schnell – und zwar nicht nur erwünschtes Verhalten. Wird ihnen langweilig, erweisen sie sich als ausgesprochen kreativ darin, sich selbst zu beschäftigen: Geklautes Essen, zerstörte Schuhe und andere ungebetene Aktivitäten können beim cleveren Kleinspitz ohne passende Auslastung durchaus vorkommen. Ihre Neugier und Raffinesse sorgen für manche Überraschung. Übe deshalb das Alleinbleiben gründlich mit deinem kleinen Vierbeiner, lasse besser nichts Interessantes liegen und laste deinen Kleinspitz stets gut aus.
Kleinspitz: Erziehung und Haltung
Doch welche Art von Auslastung eignet sich für deinen Kleinspitz? Zwei Dinge sind für diese Hunde besonders wichtig: Sie lieben es, sich zu bewegen und sie möchten wachen. Trotz ihrer geringen Größe sind Kleinspitze sehr ausdauernd. Wanderungen und lange Spaziergänge eignen sich wunderbar, um ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre Umwelt zu erkunden. Ihr Jagdtrieb ist kaum ausgeprägt, weshalb sie in der Natur oft ohne Leine laufen können. Voraussetzung: Der Rückruf muss sitzen. Hier lohnt es sich, beim Aufbau wirklich hochwertig zu belohnen. Leberwurst aus der Tube oder Käsestückchen sind beliebte Leckerlis für besondere Leistungen. Der Spitz verfügt zwar über ein anhängliches und intelligentes Wesen, hat aber durchaus eine eigene Meinung. Auf Druck reagiert er abweisend, er möchte mit Respekt und Liebe erzogen werden. Hast du deinen Kleinspitz einmal auf deiner Seite, wird er dir ein angenehmer, entspannter und fröhlicher Begleiter sein.
Mit Blick auf die Haltung zeigt sich der Kleinspitz flexibel: Er benötigt nicht viel Platz. Laute Wohnanlagen können aber seine Wachsamkeit ausreizen und den Kleinspitz zum Dauerbellen animieren. Ein Haus mit einem gut eingezäunten Garten, wo die aufmerksamen Wachhunde ihrem Job nachgehen dürfen, kommt den munteren Gesellen am meisten entgegen.
Pflege des Kleinspitzes
Der Kleinspitz hat ein besonders dichtes, flauschiges Fell. Die dicke Unterwolle sorgt für den fluffigen, haarigen Look der kleinen Hunde. Ein bis zweimal im Jahr haaren diese Kuschelhunde heftig und verteilen Hundehaare im ganzen Haus. In dieser Zeit ist es noch wichtiger als sonst, das Fell täglich zu bürsten. Insbesondere die Bereiche hinter den Ellbogen und bei den Ohren neigen zum Verfilzen. Kontrolliere hier täglich und bürste leichte Filzstellen sofort aus. Gebürstet wird das Fell des Kleinspitzes anders als bei anderen Hunden gegen den Strich. Zusätzliche Besuche bei den Experten im Hundesalon unterstützen dich bei der aufwendigen und wichtigen Pflege des Spitzfells.
Besonderheiten und Gesundheit
Die Spitz-Rassen sind bekannt dafür, ein hohes Alter zu erreichen, wenn sie gesund bleiben. Bis zu 18 Jahre sind keine Seltenheit für einen Kleinspitz. Jedoch ist die Zucht der Rasse auch von einigen rassetypischen Erkrankungen belastet. Dazu gehören zum Beispiel Augenkrankheiten wie Retinadysplasie, progressive Retinaatrophie oder persistierende Pupillarmembran. Auch Epilepsie und Patellaluxation sowie Maul- und Zahnprobleme kommen regelmäßig vor.
Auf viele dieser Erkrankungen kann im Rahmen der Zuchtzulassung getestet werden. Kaufe einen Kleinspitz-Welpen daher nur von einer anerkannten Züchterin oder einem Züchter, der zum Beispiel beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) registriert ist und regelmäßig geprüft wird.
SteckbriefKleinspitz
Rasse: Kleinspitz
Herkunft: Deutschland
Klassifikation: Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 4 Europäische Spitze
Größe: 23 bis 29 Zentimeter, Hündinnen sind kleiner
Gewicht: 5 bis 8 Kilogramm, Hündinnen sind leichter
Körperbau: klein, kompakt, mit dichtem Fell
Augen: dunkle, große Augen mit aufgewecktem Blick
Ohren: klein, eng beieinanderstehend
Fell und Farbe: viele Fellfarben von hellem Braun bis Schwarz, auch gescheckt
Besonderheiten: cleverer, teilweise eigensinniger und bellfreudiger Begleithund
Charakter: loyal, gelehrig, sehr intelligent, wachsam, leicht gelangweilt
Gesundheit: relativ anfällige Rasse mit einer Vielzahl von rassetypischen Erkrankungen, Kauf aus geprüfter Zucht unbedingt empfehlenswert
Lhasa Apso: liebenswerter Gefährte mit eigenwilligem Charakter
Vom tibetischen Löwenhund zum Begleit- und Familienhund
Der Lhasa Apso ist eine alte tibetische Rasse. Schon vor 2000 Jahren lebten diese Hunde in den Klöstern des tibetischen Hochlands und im Norden Indiens. Sie wurden auch Löwenhunde genannt und als Glücksbringer verehrt. Für die Bauern erwiesen sich die cleveren Tiere als hilfreich und nützlich: Sie hüteten die Herden, bewachten das Haus und hielten es von Ungeziefer frei. Als beliebte Geschenke der Fürsten kamen einige der stolzen Tibeter an den chinesischen Kaiserhof.
Um 1901 gelangten die Lhasa Apsos nach Großbritannien. Hier formte man sie zu Rassehunden und erstellte 1934 den ersten Standard für die kleinen Begleithunde. Die Rasse wurde 1960 von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannt
Der Charakter des Lhasa Apso
Es handelt sich um freundliche und aufgeweckte Hunde von hoher Intelligenz – als reine Schoßhunde eignen sie sich keineswegs. Die robusten Lhasa Apsos brauchen viel Auslauf und sind auch sonst recht aktiv. Dank ihrer hohen Aufmerksamkeit machen sie sich hervorragend als Wachhunde, auch wenn man ihnen das nicht unbedingt ansieht.
Lhasa Apsos binden sich an eine Bezugsperson, von der sie eine liebevolle und souveräne Behandlung erwarten. Gut sozialisiert und erzogen erweisen sie sich als treue Gefährten und Familienhunde, die aber immer einen Funken Eigenständigkeit in sich tragen.
Erziehung und Haltung des Lhasa Apso
Aufgrund ihrer rassebedingten Eigenständigkeit sollten Lhasa Apsos vom Welpenalter an entsprechend sozialisiert und erzogen werden. Der Besuch der Welpenstunde und der Hundeschule sind sehr empfehlenswert. Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ist wichtig, was wegen der charmanten Art des Lhasa Apso so manchem Halter schwerfällt. Doch der selbstbewusste Tibeter macht sich Nachlässigkeiten in der Erziehung schnell zunutze und kann dann anmaßend werden.
Der quirlige Hund kann auch in einer Stadtwohnung leben, braucht dann aber lange Spaziergänge und Beschäftigung in Form von ausgiebigen Spieleinheiten. Viele Lhasa Apsos gehen auch gerne zum Hundesport – übertreib es aber nicht, um die Gelenke des kleinen Hundes zu schonen.
Pflege des Lhasa Apso
Das lange, harte Deckhaar mit der darunterliegenden dichten Unterwolle solltest du mindestens zweimal in der Woche gründlich bürsten. Halte das Fell am besten kurz, damit er sich frei bewegen kann und stets eine gute Sicht hat.
Besonderheiten des Lhasa Apso
Rassebedingt sind die kleinen Vierbeiner anfällig für Hüftgelenksdysplasie, für Patellaluxation (einer Erkrankung der Kniescheibe) und Augenkrankheiten. Wenn du dir einen Lhasa Apso kaufen möchtest, wende dich an einen verantwortungsvollen Züchter, der dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angehört. Seriöse Züchter arbeiten verstärkt daran, rassebedingte Krankheiten zu vermeiden.
SteckbriefLhasa Apso
Rasse: Lhasa Apso
Herkunft: Tibet, Großbritannien (Patronat)
Klassifikation: Gesellschafts- und Begleithunde
Größe: Widerristhöhe 24 bis 28 Zentimeter
Gewicht: 5 bis 7 Kilogramm
Körperbau: klein, kompakt, langgestreckter Körper, kurze Beine; kurz angesetzte Rute, über den Rücken gebogen
Augen: mittelgroß, dunkel
Ohren: hängend und stark behaart
Fell und Farbe: lang, dicht hart, viel Unterwolle, Farben: Gold, Sand, Honig, Grau, Schiefergrau, Weiß, Braun, Schwarz gestromt, auch mehrfarbig
Besonderheiten: trotz der geringen Größe ein ausdauernder und robuster Hund
Charakter: intelligent, anhänglich, eigensinnig, freundlich, verspielt, wachsam, unabhängig
Gesundheit: anfällig für HD (Hüftgelenkdysplasie), PL (Patellaluxation), Augenkrankheiten
Shih Tzu: der wuschelige Tempelhund vom „Dach der Welt“
Shih Tzu als alte Rasse aus Tibet
Der Ursprung der Shih Tzus liegt weit zurück: Bereits im siebten Jahrhundert hielten tibetische Mönche die Tiere als Tempelhunde. Entstanden ist die Rasse wahrscheinlich durch Kreuzungen von kleinen Lhasa Apsos mit Pekingesen. Etwa tausend Jahre später kam der Shih Tzu beim chinesischen Adel in Mode. Nachdem die Shih-Tzu-Zucht in China unter Mao zum Erliegen kam, nahmen sich Hundefreunde anderer Nationen des Erhalts der Rasse an. Seit 1929 hält Großbritannien das Patronat für die anerkannte Rasse.
Shih Tzu: Charakter und Temperament
Das Shih Tzu-Temperament lässt sich als freundlich, fröhlich und anhänglich beschreiben. Shih Tzus sind Hunde, die immer im Mittelpunkt stehen wollen und für ihr Leben gern spielen und toben. Sie eignen sich hervorragend als Familienhunde, aber auch als Therapietiere. Allerdings sagt man ihnen auch eine gewisse „Arroganz“ nach, denn der Shih Tzu hat sich eine Unabhängigkeit bewahrt, wie man sie eher bei Katzen erwartet. Er lässt sich nicht gern dominieren.
Zugleich beherrscht der Hund alle Tricks, um seinen Menschen um die Pfote zu wickeln und zu manipulieren. Fall nicht auf den kleinen Charmeur rein, sonst tanzt er dir auf der Nase herum. Der Jagdtrieb ist nur gering ausgeprägt.
Erziehung und Haltung des Shih Tzus
Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit eignen sich Shih Tzus für die Wohnungshaltung, solange sie täglich genug Auslauf bekommen und ihre Umgebung erkunden können. Das Alleinsein ertragen sie nicht gerne – ideal ist, wenn stets ein Mitglied der Familie in ihrer Nähe ist.
Ist ein Shih Tzu für Anfänger geeignet?
Ein Shih Tzu eignet sich durch sein liebes und aufgeschlossenes Wesen prinzipiell auch für Anfänger. Bevor du dich für einen Shih Tzu entscheidest, solltest du dich jedoch mit dem Thema Hundeerziehung und den besonderen Merkmalen und Bedürfnissen dieser Rasse beschäftigen.
Zu den Hürden in der Erziehung des Shih Tzus zählt ein gewisser Hang zur Sturheit, dem du mit geduldiger Konsequenz begegnen solltest. Andere Hunde dieser Rasse wiederrum sind zu verspielt, um Erziehungsversuche ernst zu nehmen. Es ist also ein hohes Maß an Beharrlichkeit erforderlich. Auch bis zur Stubenreinheit kann es ein langer Weg sein. Dazu kommt eine rassetypische Eigentümlichkeit: Viele Shih Tzus fressen Kot – eine Angewohnheit, die du schon bei der Welpenerziehung strikt unterbinden solltest. Wenn die Wahl deines ersten Hundes auf einen Shih Tzu fällt, ist es sinnvoll, mit ihm eine Hundeschule zu besuchen. Hier lernst du viele hilfreiche Erziehungstipps vom Profi – beste Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben mit deinem Vierbeiner. Shih Tzu-Welpen lernen zudem in der Welpenschule, wie sie sich im Kontakt mit Artgenossen sozial verhalten.
Für wen ist ein Shih Tzu geeignet?
Der Shih Tzu eignet sich fast für jeden, ob für Singles, Familien oder ältere Menschen. Wichtig ist es in jedem Fall, diesem Hund ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken. Dem Temperament des Shi Tzus, seiner Verspieltheit und Gelehrigkeit sollten seine Besitzer mit entsprechendem Spielen und Aufgaben entgegenkommen. Gut erzogen, kann dich dein Shih Tzu fast überall hin begleiten. Der kleine Hund fordert keine besonderen Platzbedürfnisse ein, sodass seine Haltung auch in einer kleineren Stadtwohnung kein Problem darstellt. Auf regelmäßige Gassirunden, ausreichend Auslauf und Toben auf der Wiese legt der Shih Tzu auf alle Fälle Wert. Als Besitzer sollte man bereit sein, täglich Zeit in die Fellpflege des Shih Tzus zu investieren. Wenn du gerne im Süden Urlaub machst, ist zudem wissenswert, dass Hunde dieser Rasse nicht besonders hitzetolerant sind. Daher ist es ratsam, sich frühzeitig Gedanken über eine liebevolle Urlaubsunterkunft für deinen Hund zu machen – am besten bereits bevor ein Hund bei dir einzieht.
SteckbriefShih Tzu
Rasse: Shih Tzu
Herkunft: Tibet
Klassifikation: Gesellschafts- und Begleithunde
Größe: bis 27 Zentimeter
Gewicht: 4,5 bis 8 Kilo
Körperbau: kräftig, länger als hoch
Augen: vorstehend
Ohren: stark behaarte Hängeohren
Fell und Farbe: seidig, dicht und lang; meist schwarz, weiß, grau, rötlich, golden; mehrfarbiges Fell erlaubt
Besonderheiten: wallendes, seidiges Fell, das wenig haart
Charakter: freundlich, verspielt, anhänglich, neigt zu Eifersucht
Pflege: aufwendige Fellpflege nötig, alternativ regelmäßiges Felltrimmen
Gesundheit: anfällig für Beschwerden im Zusammenhang mit der Kopfform, etwa Zahn- und Atemwegsprobleme; hitzeempfindlich
Yorkshire Terrier – eigenwilliger Abenteurer im Kleinformat
Vom Rattenjäger zum Edelhund
Der Yorkshire Terrier hat eine nahezu märchenhafte Karriere hinter sich. Mit der Industrialisierung kamen zahlreiche schottische Arbeiter vom Land in die großen englischen Städte. Sie brachten ihre einheimischen Hunde wie den Skye Terrier und den mittlerweile ausgestorbenen Clydesdale mit. Schließlich kam es in den Industriestädten der nordenglischen Grafschaft Yorkshire zur gezielten Züchtung von kleinen Terriern. Bei den damaligen Züchtern handelte es sich um die weniger privilegierte Bevölkerung beziehungsweise um Arbeiter. Den Terrier brauchten sie als Arbeitshund: Sein Job war es, in Haushalten, Kellern und den damals entstehenden Fabrikhallen Ratten und Mäuse zu verbeißen. Arbeitsplatz des Yorkshire Terriers waren dunkle, enge und unübersichtliche Gelände, wo er jederzeit auf wehrhafte Nagetiere treffen konnte. Später setzten die Arbeiter den Hund auch zur Jagd auf Kaninchen ein.
Dann wurde die Oberschicht auf den drolligen kleinen Kerl aufmerksam und holte ihn als Schoßhund in die feinen Salons. Der Verkauf an den Adel erwies sich für die Bauern und Arbeiter als gutes Geschäft. 1874 kam es zur Eintragung der Rasse ins Zuchtbuch. Die offizielle Anerkennung folgte jedoch erst 1886. Der Yorkie etablierte sich als beliebtester Zwerghund der Briten. Seine Bekanntheit wuchs auch außerhalb der Landesgrenzen. 1970 kam es zum regelrechten Hype um den kleinen Hund. Seine genaue genetische Geschichte lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren; zu viele Rassen wurden im Laufe der Zeit eingekreuzt. Als Stammvater gilt der Show-Rüde Huddersfield Ben. Er stammte von einem Terrier-Rüden namens Old Crab und einer Hündin mit dem Namen Kitty ab.
Von der Gasse in die High Society: Noch heute erfreut sich der Yorkshire Terrier großer Beliebtheit als frecher, liebevoller Begleiter. Auch als Therapiehund in Kliniken, Senioren- und Pflegeheimen verbreitet das Energiebündel positive Stimmung.
Wesen und Charakter des Yorkshire Terriers
Der Yorkshire Terrier ist ein Hund mit starkem Charakter. Er begegnet seiner Umgebung wachsam und furchtlos und ist stets bereit, sich und seine Familie zu verteidigen. Diese Eigenschaften und die erstaunlich laute Stimme sind typische Wesenszüge von Terriern und der Grund dafür, dass der unerschrockene Hund nicht in Anfängerhände gehört. Bei früher Sozialisation ist er grundsätzlich gut verträglich mit Kindern und anderen Tieren. Sich seiner eigenen Größe offenbar nicht bewusst, tritt er selbstsicher auch größeren Artgenossen entgegen. Seinen menschlichen „Boss“ liebt der Yorkshire Terrier und belohnt ihn mit großer Anhänglichkeit und seiner lustigen Art. Mit aktivem und lebhaftem Temperament ist der Yorkshire Terrier alles andere als ein häuslicher Sofahund: Der Kleine braucht Abenteuer und spannende Spaziergänge.
Erziehung des Yorkshire Terriers
So klein er ist – der Yorkshire Terrier ist kein Tier für unerfahrene Halter. Der Hund weiß genau, was er will, und hat eigene Pläne. Du solltest den wuscheligen Trotzkopf schon im Welpenalter konsequent erziehen, führen und ihm feste Regeln und deutliche Grenzen setzen, damit er nicht zum Terrorzwerg wird. Anfänger fühlen sich mit dieser Aufgabe oft überfordert. Denn der Yorkie verfügt über keinen ausgeprägten „will to please“ – Willen zu gefallen –, was seine Erziehung nicht einfach macht. Daher braucht der kleine Vierbeiner einen Chef, der ihm zeigt, wo es lang geht. Seine Bezugsperson muss sich gut durchsetzen können. Wegen seines niedlichen Aussehens kommen viele in die Versuchung, den Yorkie zu verwöhnen und zu verhätscheln. Das solltest du unbedingt unterlassen. Wie jeder andere Hund muss er lernen, sich anständig zu benehmen – sei das gegenüber anderen Hunden oder Menschen oder generell im Alltag mit dir. Selbst für erfahrene Hundehalter bietet sich Unterstützung aus einer Hundeschule oder von einem professionellen Hundetrainer an.
Haltung des Yorkshire Terriers
Um seinen Bewegungsdrang und seine Intelligenz auszulasten, braucht der Yorkshire Terrier viel Bewegung. Aufgrund seiner Größe nimmst du ihn problemlos überall mit hin und erkundest neue Gassi-Reviere. Behalte ihn allerdings immer im Blick, denn der kleine Racker reißt wegen seines ausgeprägten Jagdtriebes gerne mal ins Unterholz aus. Außerdem liebt er es, zu graben. Es empfiehlt sich, ihm dazu die Gelegenheit draußen zu geben – denn sonst verschafft er sie sich selbst. Über das Ergebnis bist du dann vielleicht nicht allzu glücklich. Als mögliche Beschäftigungen eignen sich Such- und Jagdspiele. Ebenso lässt sich der Yorkie mit einer verspielten Art schnell für Agility-Parcours oder Apportierspiele begeistern. Wenn du ihm abwechslungsreiche Beschäftigung bietest, hast du einen ausgeglichenen und umgänglichen Hund an deiner Seite. Sein handliches Kleinformat macht ihn geeignet für die Wohnungshaltung – vorausgesetzt, er kommt ausreichend oft ins Freie, um seiner Energie freien Lauf zu lassen.
Kaum ein Hund bleibt gerne allein zu Hause, da bildet der Yorkshire Terrier keine Ausnahme. Einen ausgewachsenen Yorkie kannst du bis zu fünf Stunden sich selbst überlassen. Viel länger sollte es möglichst nicht sein. Das Alleinbleiben musst du natürlich erst üben. Damit fängst du am besten in kleinen Schritten im Welpenalter an. Sobald du wieder zurück bist, spiel eine Runde mit ihm, geht spazieren oder widme deine Zeit anderweitig deinem kleinen Freund.
Was bei anderen Hunden albern aussehen würde, ist ein Markenzeichen des Yorkshire Terriers: Die langen Haare am Kopf steckst du mit einem Schleifchen oder einer Haarspange hoch, damit dein Hund auch sehen kann, wohin ihn seine nimmermüden Pfoten tragen.
Ist der Yorkshire Terrier ein „Kläffer“?
Yorkshire Terrier haben den Ruf als Kläffer. Tatsächlich spielt er sich gerne ein wenig auf. Durch seine Wachsamkeit, gepaart mit seinem Selbstbewusstsein und seinem Beschützerinstinkt, neigt er dazu, andere Hunde, Besucher oder überhaupt jedes Geräusch im Treppenhaus lautstark zu kommentieren. Unterbindest du dieses Verhalten nicht von Anfang an konsequent, entwickelt er sich zum Kläffer, der ständig Ärger anfängt und provoziert. Zeige deinem Yorkie klar, welches Verhalten erwünscht ist und welches nicht. Sorge zudem dafür, dass er sich möglichst früh an Menschen jeder Größe sowie Kinder und Artgenossen gewöhnt. Zu dem Zweck eignet sich zum Beispiel eine Hundeschule. Wenn du deinen kleinen Vierbeiner konsequent erziehst und gut auslastest, wird er zum nervenstarken Begleiter für den Alltag.
Yorkshire Terrier: Größe und Gewicht
Der Yorkie zählt mit einer Größe von rund 20 Zentimetern Schulterhöhe und einem Gewicht bis zu 3,5 Kilogramm zu den Zwerg-Terriern. Deshalb trägt er den Namen Mini Yorkshire Terrier. Es gibt allerdings Züchter, die den kleinen Hund in eine „Yorkshire Terrier Mini“-Version verzwergen. Diese solltest du nicht unterstützen, denn die Mini-Hunde sind gesundheitlich sowie verletzungstechnisch um einiges anfälliger als ihre normal großen Rassen-Genossen. Um hier entgegenzuwirken, wurde vom Verband für deutsches Hundewesen (VDH) ein Mindestgewicht von 2,4 Kilogramm für ausgewachsene Yorkshire Terrier festgelegt. Alles andere fällt unter den Begriff „Qualzucht“.
Arten und Farben des Yorkshire Terriers
1984 entdeckte die Familie Biewer aus Hirschfeld in ihrem Wurf zweier reinrassiger Yorkshire Terrier einen Welpen mit weißen Flecken. Diese Zeichnung gilt als Farbfehler der Rasse, die stahlblau mit helleren Brust- und Kopfpartien sein soll. Die Biewers beschlossen jedoch, genau jenes Merkmal der weißen Flecken zu selektieren. So entstanden die Biewer Yorkshire Terrier. Sie bilden eine eigene Rasse, die allerdings noch keine offizielle Anerkennung gefunden hat. Die drei Farben des Biewer Yorkshire Terriers – Schwarz, Gold und Weiß – verteilen sich gleichmäßig über den Körper. Ein ausgewachsener Biewer hat eine Schulterhöhe zwischen 22 und 25 Zentimetern.
SteckbriefYorkshire Terrier
Rasse: Yorkshire Terrier
Herkunft: Großbritanien
Klassifikation: Gruppe 3 Terrier, Sektion 4 Zwerg-Terrier
Größe: circa 20 Zentimeter Schulterhöhe
Gewicht: 2,4 bis 3,5 Kilogramm
Körperbau: klein, kompakt, aufrechte Haltung
Augen: dunkle Knopfaugen
Ohren: V-förmig aufstehend
Fell und Farbe: mittellanges bis langes Fell, seidig glänzend; Farbe Stahlblau mit goldfarbenem Kopf- und Brusthaar
Besonderheiten: sensible Verdauung
Charakter: lustig, willensstark, temperamentvoll, mutig, anhänglich, stur, eigensinnig
Pflege: täglich bürsten und kämmen, beim Baden spezielles Shampoo verwenden
Gesundheit: Neigung zu Patellaluxation, Augenentzündungen, Bronchien- und Lymph-Erkrankungen, Zahnproblemen, Hautallergien, Herzproblemen, Luftröhrenkollaps
Cavalier King Charles Spaniel: kleiner Hund mit großem Herzen
Cavalier King Charles Spaniel: Königliche Hunderasse mit niedlichen Knopfaugen
Er gilt als besonders loyal und anhänglich: Der Cavalier King Charles Spaniel besticht nicht nur mit einem entzückenden Aussehen, auch sein Wesen ist bezaubernd. Diesen Eigenschaften verdankte die Rasse ihre Beliebtheit im 16. Jahrhundert bei der englischen Adelsfamilie. Schnell wurde der damals noch genannte King Charles Spaniel zum Lieblingshund seines späteren Namensgebers: König Charles I.
Doch nicht nur seinen adeligen Namen verdankt die Hunderasse dem Königshaus. Der kleine Charmeur hat dank des englischen Adels eine Sonderstellung: Ein von König Charles I. entworfenes Gesetz erteilt dem Cavalier King Charles Spaniel bis heute Zugang zu jedem öffentlichen Gebäude im gesamten englischen Königreich.
Spätestens seit diesem Gesetz ist der kleine Begleiter nicht nur in der gehobenen Gesellschaft äußerst beliebt, sei es als Anfänger- oder Familienhund. Im Jahr 1892 folgte schließlich die erste offizielle Eintragung der Hunderasse als King Charles Spaniel im Kennel-Club-Zuchtbuch, der Zusatz „Cavalier“ stammt aus der Rückzucht des 20. Jahrhunderts.
Was ist der Unterschied zwischen einem King Charles Spaniel und einem Cavalier King Charles Spaniel?
Das Aussehen des King Charles Spaniel veränderte sich über die Jahre durch Kreuzungen mit kleineren Rassen und kürzeren Nasen. Dadurch wurden auch die King Charles Spaniel kleiner im Körperbau und wiesen rundere Köpfe und kurze Nasen auf. Mit der Rückzüchtung im Jahr 1926 durch den Amerikaner Roswell Eldridge sollte die Hunderasse wieder das Aussehen der Vorfahren erhalten. Im Jahr 1928 folgte in Anlehnung an die königlichen Truppen der Namenszusatz „Cavalier“, um ihn vom King Charles Spaniel abzugrenzen. 1945 wurde die Rasse „Cavalier King Charles Spaniel“ offiziell anerkannt.
Nicht nur „blaublütig“, sondern auch Rotlicht-Vergangenheit
Cavalier King Charles Spaniel haben nicht nur eine Vergangenheit in adeligen Kreisen, ihre Geschichte führt auch ins Rotlicht-Milieu. Ironisch als „Puffhündchen“ bezeichnet, erfreute die Hunderasse auch die Damen des freizügigen Gewerbes.
Aussehen des Cavalier King Charles Spaniels
Du erkennst einen Cavalier King Charles Spaniel an seinem langen, seidigen Fell, das leicht gewellt ist. Von der Farbgebung gibt es Black and Tan, Kastanienbraun, Schwarz- oder Tiefrot sowie Schwarz-weiß mit roten Abzeichen.
Die kleine Hunderasse verzaubert mit runden, auffälligen Knopfaugen und langen hoch angesetzten Ohren. Im ausgewachsenen Alter erreicht der Cavalier King Charles Spaniel eine Größe zwischen 30 und 33 Zentimetern und ist mit fünf bis acht Kilogramm eher ein Leichtgewicht.
SteckbriefCavalier King Charles Spaniel
Rasse: Cavalier King Charles Spaniel
Herkunft: Großbritannien
Klassifikation: FCI Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 7: Englische Gesellschaftsspaniel FCI Standardnummer: 136
Größe: 30 bis 33 Zentimeter
Gewicht: 5 bis 8 Kilogramm
Körperbau: klein
Augen: auffällig groß und rund, jedoch nicht vorstehend
Ohren: lang und hoch angesetzt, welliges langes Fell
Fell und Farbe: langes seidiges Fell ohne Locken Black and Tan (Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen), Ruby (einfarbiges Tiefrot), Tricolor (gleichmäßig verteiltes Schwarz-weiß-rot), Blenheim (weißes Fell mit roten Abzeichen)
Besonderheiten: nur kleine Würfe unter Schwierigkeiten mit zumeist zwei bis vier Welpen
Charakter: freundlich zu Mensch und Tier, kinderlieb, flink, mutig, guter Wachhund
Pflege: tägliches Bürsten und wöchentliches Baden als Fellpflege, regelmäßige Reinigung der Ohren und Augen
Gesundheit: anfällig für verschiedene Hundekrankheiten
Alter: durchschnittlich zwischen 10 und 14 Jahre
Pudel – liebenswerter Franzose mit Esprit
Vom Entenjäger zum Gesellschaftshund
Die Geschichte des Pudels reicht bis ins Mittelalter zurück. Man geht davon aus, dass die Rasse einst durch die Kreuzung eines Jagdhundes mit einem zotthaarigen Hütehund entstanden ist. Auf frühen Abbildungen wird der Pudel zumeist in mittlerer Größe dargestellt, was vermuten lässt, dass die ursprüngliche Form dieser Rasse eine mittlere Größe hatte, die einer Größe zwischen heutigen Klein- und Großpudeln entsprach.
In Deutschland gehört der Pudel zu den beliebtesten Hunderassen. Das Wort „Pudel“ leitet sich vom altdeutschen Wort für „puddeln“, also im Wasser planschen, ab. Ein Hinweis auf die frühe Verwendung der Pudel: Aufgrund der guten Schwimmfähigkeit dienten Pudel der Wassergeflügeljagd und apportierten als Jagdhunde Wassergeflügel. Die Jäger jener Zeit entwickelten eine spezielle Schur, um einerseits die Schwimmfähigkeit der Tiere zu verbessern und andererseits wichtige Organe vor der Kälte des Wassers zu schützen. So zierte dichtes Fell etwa die Bereiche über der Stirn, an Brust und Schultern sowie im Bereich der Fesseln. Damit der Hund besser schwimmen konnte, wurde sein Fell hingegen an Bauch, hinteren Schenkeln und der Lendengegend gekürzt.
Der Aufstieg des Pudels zum Modehund
Frankreich gilt als Herkunftsland der heutigen Rassehunde. Im 18. Jahrhundert war der Pudel bei den Adeligen sehr begehrt und man begann ihn in kleineren Größen zu züchten. Schon bald wurde der freundliche Hund mit der leicht tänzelnden Gangart zum modischen Begleithund für Damen. Außerdem wurde der Pudel aufgrund seiner Fähigkeit, leicht Kunststücke zu erlernen, gerne auch auf Jahrmärkten zur Schau gestellt. Ende des 19. Jahrhunderts jedoch flachte das Interesse am Pudel ab, bis er in den 1920-er Jahren wieder populär wurde und vor allem in den 1960-er Jahren zum Modehund aufstieg.
Wie sieht ein Pudel aus?
Bei Pudeln unterscheidet man zwei Felltypen voneinander: Woll- und Schnürenpudel. Bei beiden Felltypen ist das Fell üppig und von feiner, wolliger Textur. Das Fell des Wollpudels ist stark gekräuselt, elastisch und bildet gleichmäßige Locken, während das Fell des Schnürenpudels typische Schnüren bildet, die mindestens eine Länge von 20 Zentimetern haben sollten. Das Fell eines Pudels ist einfarbig gefärbt in den Farben Schwarz, Weiß, Grau, Braun, Rotfalb oder Apricot. Das Fell apricotfarbener Pudel wird gegebenenfalls auch als golden wahrgenommen. Nicht zugelassene Farben sind hingegen Beige und seine helleren Abstufungen. Bei schwarzen, braunen, grauen, rotfalbenen oder apricotfarbenen Pudeln entspricht die Hautfarbe der des Fells. Weiße Pudel hingegen haben eine silbergraue Haut.
Die Augen eines Pudels sind schwarz oder dunkelbraun und mandelförmig. Bei braunen Pudeln kommen auch bernsteinfarbene Augen vor. Die Ohren eines Pudels sind typischerweise recht lang und herabhängend.
Höhe und Gewicht der verschiedenen Pudel
Eine Besonderheit der verschiedenen Pudel ist, dass sie sich in ihrer Höhe beziehungsweise Größe stark voneinander unterscheiden. Man unterscheidet zwischen vier unterschiedlichen Größen: Der kleinste, der sogenannte Toypudel, ist nur etwa 24 bis 28 Zentimeter hoch und wiegt zwischen 2 und 4 Kilogramm – ein Winzling gegenüber dem auch Königspudel genannten Großpudel. Der erreicht immerhin bis zu 60 Zentimeter Schulterhöhe und bringt 18 bis 25 Kilogramm auf die Waage. Abgesehen davon gibt es noch den Zwergpudel, der eine Höhe von 28 bis 35 Zentimetern und ein Gewicht von 3,5 bis 6 Kilogramm erreicht sowie den Kleinpudel, der 35 bis 45 Zentimeter hoch und 7 bis 12 Kilogramm schwer werden kann. Einige Menschen fragen sich: „Was ist der Unterschied zwischen dem Toy- und dem Zwergpudel?“ Der Unterschied beider Pudel liegt darin, dass der Toypudel noch etwas kleiner und leichter als der Zwergpudel ist.
Was ist ein Teacup Pudel?
In Anzeigen stößt man häufig auch auf eine Art Mini-Pudel, die als sogenannte Teacup Pudel angeboten werden. Es handelt sich hierbei jedoch um keine anerkannte Hunderasse, sondern um die bewusste Kleinzüchtung von Zwerghunderassen. Seriöse Züchter sehen von der Züchtung solcher Teacup Hunde ab, weil damit ein Gesundheitsrisiko für die Tiere einhergeht.
Pudel Mix: Beliebte Pudel-Mischlinge
Bis heute erfreut sich der Pudel großer Beliebtheit. Auch wird der Pudel gerne mit anderen Hunderassen gekreuzt. Ein bekanntes Beispiel für einen Pudel-Mix ist etwa die Kreuzung aus Mops und Pudel, der sogenannte Pugapoo. Dabei handelt es sich um menschenbezogene und sehr gelehrige Hunde. Je nachdem, welche Gene beim jeweiligen Mischling stärker durchschlagen, kann das Fell eines Pugapoos eher dem kurzen, glatten Haarkleid eines Mopses ähneln oder dem gelockten Fell eines Pudels. Auch Größe und Gewicht (4,5 bis 13,5 Kilogramm) variieren je nach Exemplar.
Ein anderer populärer Pudel-Mischling ist der Goldendoodle. Dieser liebenswerte Mix aus Pudel und Golden Retriever erinnert mit seinem Aussehen an einen Teddybären und gilt aufgrund seines anhänglichen Wesens als idealer Familienhund. Außerdem eignet sich der Goldendoodle auch gut für Allergiker, da er dank der Pudel-Gene relativ wenig haart. Ein naher Verwandter und ebenfalls Pudel-Mix ist der Labradoodle, eine Mischung aus Pudel und Labrador.
Pudel: Charakter
Der Pudel-Charakter ist eine unwiderstehliche Mischung aus Intelligenz, Charme, gelehrigem Arbeitseifer, großer Freundlichkeit und Geselligkeit. Der Pudel sucht Anschluss an seine Menschen und möchte überall dabei sein. Dank dieser Eigenschaften ist der Pudel auch als talentierter Gebrauchs-, Blinden- und Schutzhund sowie Rettungshund im Einsatz. Zudem hat er einen Hang zur Selbstdarstellung und ein Showtalent: Pudel lieben es, zu gefallen und Anerkennung zu bekommen. Ist der Pudel ein „Kläffer”? Diese Frage lässt sich nicht pauschal für alle Pudel beantworten. Ob ein Hund ein Kläffer wird, hängt entscheidend von seinem Charakter und seiner Erziehung ab. So können sich bei unzureichender Erziehung auch unerwünschte Verhaltensweisen einschleichen, zu denen auch ein übermäßiges Kläffen gehören kann.
Ist ein Pudel für Anfänger geeignet?
Wenn du dich für die Haltung eines Pudels interessierst, aber bislang noch keinerlei Hundeerfahrung hast, fragst du dich vielleicht, ob ein Pudel ein Anfängerhund ist. Da Pudel generell sehr gelehrig und leicht zu erziehen sind, sind sie grundsätzlich auch für Anfänger geeignet. Es gilt jedoch, sich vor dem Kauf genauestens mit dieser Hunderasse und ihren Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Gerade, wenn es sich um deinen ersten Hund handelt, solltest du unbedingt eine Hundeschule mit ihm besuchen – am besten von klein auf, sodass bereits dein Pudel-Welpe alle grundlegenden Hundekommandos lernt und durch den Kontakt mit anderen Hunden richtig sozialisiert wird.
Für wen eignet sich ein Pudel?
Je nach Größe, eignet sich ein Pudel sowohl für das Leben auf dem Land als auch in der Stadt. Die geselligen und treuen Hunde eignen sich aufgrund ihrer Kinderliebe auch gut als Familienhund, ebenso wie für ältere oder alleinstehende Menschen. Wichtig ist allerdings, dass seine Besitzer die Bedürfnisse des Pudels erfüllen können. Der intelligente und lauffreudige Hund möchte entsprechend gefordert und ausgelastet werden.
Da das Pudelfell nicht haart, kann sich der Pudel außerdem für Allergiker eignen.
Ist ein Pudel schwer zu erziehen?
Seine Freundlichkeit und Intelligenz machen den Pudel zu einem leicht erziehbaren Hund. Machtgebaren oder Sturheit sind ihm fremd. Allerdings benötigt das Tier Anregung und Auslastung an deiner Seite. Bei der Haltung solltest du stets darauf achten, dass deinem Pudel nicht langweilig wird, denn unterforderte Tiere machen Unsinn. Obwohl Pudel aufmerksam sind, eignen sie sich nur bedingt als Wachhund. Mit ausreichend Auslauf und Spaziergängen fühlt sich der Pudel auch in einer Stadtwohnung wohl. Er zeigt im Haus keinen übermäßigen Bewegungsdrang. Bitte sichere einen vorhandenen Balkon gut ab, da die neugierigen Tiere dort leicht verunglücken können.
Wie viel Bewegung braucht ein Pudel?
Pudel benötigen täglich Auslauf, denn sie sind sportlich veranlagt und bewegen sich gerne. Außerdem möchten diese intelligenten Hunde nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. Es ist daher ratsam, ihnen eine gesunde Mischung aus Bewegung und Denkaufgaben zu geben. Mit einem Pudel findest du außerdem einen ausdauernden Joggingpartner, der sich auch für Agility, Obedience und vor allem das Apportieren begeistern lässt.
Pflege des Pudels
Das hübsche Lockenfell des Pudels bedarf besonderer Pflege, die über gelegentliches Striegeln weit hinausgeht: Du musst den Hund täglich bürsten und, was bei anderen Rassen nur im Ausnahmefall erforderlich ist, auch regelmäßig baden. Die Bändigung der rasch wachsenden Wolle solltest du alle zwei Monate einem erfahrenen Hundefriseur anvertrauen oder dir entsprechendes Geschick mit dem Trimmer aneignen.
Pudel-Welpen kaufen: Das solltest du beachten
Wenn du einen Pudel-Welpen kaufen möchtest, ist es wichtig, dass du dich an einen seriösen Pudel-Züchter wendest, dem das Wohl seiner Tiere am Herzen liegt. Hier besteht für gewöhnlich auch die Möglichkeit, deinen Pudel-Welpen einige Male zu besuchen, bevor du ihn mit nach Hause nimmst. Das gibt euch beiden die Gelegenheit, einander kennenzulernen.
Alternativ kannst du dich auch beim Tierschutz oder in einem Tierheim nach einem Pudel umsehen. Wenn es nicht unbedingt ein reinrassiger Pudel sein muss, findest du hier vielleicht stattdessen auch einen Pudel-Mischling. Außerdem solltest du dich vor der Anschaffung umfangreich über die Rasse informieren und dir darüber bewusst werden, ob du den Bedürfnissen eines Pudels gerecht werden kannst – und das über mehrere Jahre hinweg, denn die Lebenserwartung eines Pudels ist hoch.
Wie viel kostet ein Pudel?
Der Preis für einen reinrassigen Pudel kann von Züchter zu Züchter variieren. Für einen Zwergpudel von einem seriösen Züchter kannst du beispielsweise mit einem Preis zwischen 1.000 und 2.500 Euro rechnen. Wenn du dir zum Beispiel einen Toypudel oder einen Pudel einer anderen Größe kaufen möchtest, kannst du dich auch im Tierheim oder beim Tierschutz erkundigen. Adoptierst du einen Hund aus dem Tierheim, zahlst du dort lediglich eine Schutzgebühr in Höhe von etwa 200 bis 300 Euro. Du solltest dir aber darüber im Klaren sein, dass ein Hund aus dem Tierheim in seinem Leben schon viele Erfahrungen – darunter auch schlechte – gemacht haben kann, die möglicherweise einen besonderen Umgang mit ihm bedürfen. Das liegt daran, dass der Tierschutz Pudel und andere Tiere, die sich in Not befinden, rettet und neu vermittelt. Deswegen eignet sich ein Hund aus dem Tierheim je nach Einzelfall eher für erfahrene Hundehalter, die den besonderen Bedürfnissen eines negativ geprägten Tieres gerecht werden. Manchmal sind aber auch ältere Pudel abzugeben, weil ihre Halter nicht mehr in der Lage sind, sich um sie zu kümmern. So kannst du unter Umständen einen liebenswerten erwachsenen Pudel aufnehmen, der ein neues Zuhause sucht.
SteckbriefPudel
Rasse: Pudel
Herkunft: Frankreich
Klassifikation: Gesellschafts- und Gebrauchshunde
Größe: Toypudel 24 bis 28 Zentimeter – Zwergpudel 28 bis 35 Zentimeter – Kleinpudel 35 bis 45 Zentimeter – Großpudel 40 bis 60 Zentimeter
Gewicht: Toypudel 2 bis 4 Kilogramm – Zwergpudel 3,5 bis 6 Kilogramm – Kleinpudel 7 bis 12 Kilogramm – Großpudel 18 bis 25 Kilogramm
Körperbau: athletisch mit kurzem Rücken, hohe Rute, schmale Schnauze
Augen: leicht schräg stehend
Ohren: Hängeohren
Fell und Farbe: Struktur wollig, gekräuselt, fein; Farben Schwarz, Weiß, Braun, Grau, Apricot, Rötlich, selten zweifarbig (nicht anerkannter Farbschlag), haart sich kaum
Besonderheiten: vier Größen- und zwei Felltypen: Woll- und Schnürenpudel (länglich-gedrehte Locken)
Charakter: agil, gelehrig, intelligent, freundlich, treu
Pflege: aufwendige Fellpflege, tägliches Bürsten, regelmäßiges Baden, zweimonatlich Schur
Gesundheit: Hüftgelenksdysplasie bei Großpudeln, Augenprobleme bei Kleinpudeln, Ohrenprobleme, Allergien, Patella-Luxation, Futtermittelunverträglichkeit
Maltipoo – wuscheliger Begleithund für die ganze Familie
Der Maltipoo – ein wuscheliges Bündel Freude
Sowohl der Pudel als auch der Malteser sind alte, bekannte und beliebte Hunderassen. Der kleine weiße Malteser kann auf eine lange Tradition als Begleit- und sogar als Schoßhund der Damen gehobener und königlicher Gesellschaft zurückblicken. Für Familien mit kleineren, sehr aktiven Kindern ist der Malteser aber fast ein wenig zu klein und zerbrechlich.
Die Mischung mit dem Kleinpudel bringt einen etwas größeren, intelligenten und leicht erziehbaren Hund hervor, der mit einem moderaten Bewegungsdrang ausgestattet ist. Die Gene des Pudels erhöhen außerdem die Chance auf einen nicht oder wenig haarenden Hund.
Auch wenn der Maltipoo zu den Designerdogs zählt und von Züchtern kritisch betrachtet wird, nimmt seine Popularität jedes Jahr weiter zu.
Charakter des Maltipoos
Das Wesen dieser kleinen, wuscheligen Hunde ist eine Kombination der rassetypischen Eigenschaften beider Elterntiere. Die kleinen Pudelrassen und der Malteser sind sich charakterlich allerdings so ähnlich, dass bei der Mischung kaum Überraschungen zu erwarten sind.
Der Maltipoo ist ein fröhlicher, lustiger und stets gut gelaunter Hund. Er liebt das gemeinsame Kuscheln und kann Stunden mit dir auf der Couch verbringen. Auch im Umgang mit Kindern spielen die Kleinhunde ihre Stärken aus: Sie sind sehr menschenfreundlich und verspielt, daher sind sie als Familienhunde sehr beliebt.
Ist ein Maltipoo ein Kläffer?
Gerade junge Maltipoos können mitunter recht stürmisch sein und neigen in der Tat dazu, intensiv zu bellen. Sie stehen zwar Besuchern und Fremden grundsätzlich genauso freundlich gegenüber wie ihren Menschen, scheuen sich aber nicht, deren Ankunft lautstark zu melden. Damit sich seine Bellfreudigkeit nicht zum Problem auswächst, ist es wichtig, sich von Anfang an richtig zu verhalten. Zu viel Aufmerksamkeit – zu der auch Schimpfen zählen kann – fördert das Bellen unter Umständen. Es entsteht ein Missverständnis zwischen Mensch und Hund, denn der Hund fühlt sich durch deine Aufmerksamkeit bestätigt und wird beim nächsten Mal noch intensiver bellen. Besser ist es hingegen, deinen Hund zu loben, sobald er sich richtig verhält, also ihm erst Beachtung zu schenken, nachdem er ruhig geworden ist. Am besten wird es euch gelingen, störendes Gebell in den Griff zu kriegen, wenn ihr einen Hundetrainer hinzuzieht.
Ist ein Maltipoo leicht zu erziehen? Erziehung und Haltung des Maltipoos
Möchte man die kleinen Wuschel mit einem Wort beschreiben, so wäre „unkompliziert“ die richtige Wahl. Ein gut sozialisierter Maltipoo ist ein ausgeglichener Begleiter, der mit allen Menschen und Tieren bestens auskommt. Ist der Maltipoo somit ein Anfängerhund? Die Frage lässt sich grundsätzlich mit einem Ja beantworten. Das heißt aber nicht, dass ein Maltipoo keinerlei Führung benötigt. Nimmst du einen Maltipoo-Welpen zu Hause auf, beginnen seine Sozialisierung und Erziehung vom ersten Tag an. Sei dabei vorausschauend, konsequent und geduldig. Wer noch nie einen Hund als Begleiter hatte, tut gut daran, sich bereits im Vorfeld mit dem Thema Erziehung zu beschäftigen. In der praktischen Umsetzung sieht es manchmal dennoch anders aus, denn theoretisches Wissen alleine reicht nicht immer. Bedenke, dass Hunde sehr viel über deine Körpersprache „lesen“ – diese sollte dir im Umgang mit deinem Vierbeiner bewusst sein. Damit von Anfang an in Sachen Erziehung und Sozialisierung alles rund läuft, melde dich am besten mit deinem jungen Maltipoo in einer Hundeschule an. Dort lernt der kleine Wuschel frühzeitig, wie er mit anderen Artgenossen gut zurecht kommt und wie er deinen Kommandos folgt. Bist du Neuling unter den Hundebesitzern, bietet dir eine Hundeschule außerdem Gelegenheit, andere Herrchen und Frauchen kennenzulernen und sich mit ihnen über eure Erfahrungen auszutauschen.
Übrigens: Auch wenn dein Maltipoo-Hund bereits ausgewachsen ist, kann der Besuch einer Hundeschule sinnvoll sein – insbesondere, wenn du ein Hundeanfänger bist.
Der Maltipoo neigt nicht dazu, auf Umweltreize ängstlich zu reagieren, sollte aber dennoch in den ersten Wochen mit vielen Elementen seines zukünftigen Lebens in Kontakt kommen.
Wie viel Auslauf braucht ein Maltipoo
Zum einen verfügt der Maltipoo über eine ausgeglichene, unkomplizierte Art. Zum anderen halten die rassetypischen Eigenschaften einschließlich seines Körperbaus seinen Bewegungsdrang in Grenzen. Konkret bedeutet dies, ein Maltipoo braucht selbstverständlich täglich Bewegung, es müssen aber keine kilometerlangen Spaziergänge sein. Mit mehreren kürzeren Gassirunden im Stadtpark kann er durchaus zufrieden sein. Somit benötigt ein Maltipoo vergleichsweise mäßigen Auslauf.
Seine Eigenschaften sind also von großem Vorteil, wenn du zum Beispiel in der Stadt lebst oder deinen Hund mit ins Büro nehmen möchtest. Auch für das Leben in einer kleineren Wohnung ist der wuschelige, zierliche Vierbeiner bestens geeignet. Damit dein Hund ausgeglichen und zufrieden ist, solltest du aber auf jeden Fall genügend Zeit einplanen, in der du ihm Aufmerksamkeit schenkst. Dabei sollte auch seine geistige Auslastung nicht zu kurz kommen. Intelligenz- und Suchspiele sowie Hundetricks sind die optimale Beschäftigung für die kleinen Mischlinge. Wenn du deinen kuscheligen Liebling gezielter fördern möchtest, probiere auch einen Hundesport mit ihm aus. Agility, Dog Dancing oder Obedience sind Beispiele für Aktivitäten, die du mit deinem Maltipoo unternehmen kannst. Selbstverständlich sollte sich die Intensität auf einem für diesen kleinen Hund angepassten Niveau bewegen. Ein toller Nebeneffekt von Spaß, Fitness und geistiger Forderung deines Maltipoos ist, dass du gleichzeitig eure Bindung stärkst und vertiefst. Somit tut ihr euch beiden etwas Gutes.
Pflege des Maltipoos
Die Fellstruktur des Maltipoos reicht von weich und lang bis lockig. Entscheidend ist, ob das Fell des Maltesers oder des Pudels dominiert. Beide Fellarten benötigen umfangreiche Pflege mit täglichem Bürsten und regelmäßigen Besuchen beim Hundefriseur zum Scheren. Der Maltipoo hat keine Unterwolle und kann sehr leicht frieren. Im Winter ist ein Hundemantel Teil der Grundausstattung beim Gassigehen.
Sind Maltipoos geeignete „Allergie-Hunde“?
Vielfach ist zu lesen und zu hören, dass Pudel-Mischlinge, von Maltipoos bis Labradoodle, für Menschen mit Tierhaarallergien gut geeignet, oder gar „allergiefrei“ seien. Dies ist aber so nicht richtig. Zwar stimmt es, dass ein Pudel-Mix wie der Maltipoo vergleichsweise wenige Haare verliert. Über die allergieauslösenden Stoffe in Hautschüppchen und Speichel verfügt aber auch er. Es reduziert sich lediglich die Verteilung dieser Allergene über die Haare in der Wohnung. Weist also ein Familienmitglied eine Allergie bei Kontakt mit bestimmten Tieren auf, ist auch ein Maltipoo nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Bevor du dich in diesem Fall für ein Haustier entscheidest, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. Gegebenenfalls lässt sich durch Tests klären, ob ein Hund dieser Rasse für euch infrage kommt. Gehe lieber kein Risiko ein, indem du dir auf gut Glück einen Hund anschaffst. Sonst läufst du Gefahr, deinen liebgewonnenen Wuschel wieder abgeben zu müssen – eine schmerzvolle Erfahrung, die du dir und dem Tier ersparen solltest.
Wie viel kostet ein Maltipoo?
Zwar lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel ein Maltipoo kostet, zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegt der Preis für einen Maltipoo-Welpen aber im Allgemeinen. Wenn du dich für einen dieser süßen Wuschelhündchen interessierst, achte aber nicht in erster Linie auf seinen Preis. Viel entscheidender ist es, dass du dein Tier von einem verantwortungsvollen Züchter aussuchst. Aber woran erkennst du einen vertrauenswürdigen Maltipoo-Züchter? Hier gibt es einige Tipps, auf die du achten solltest, wenn du einen Maltipoo-Welpen kaufen möchtest:
Er stellt auch dir Fragen zu deinen Kenntnissen über Hunde, weil er seine Tiere in gute Hände geben möchte.
Wird dir ein Hund hingegen auf neutralem Terrain, etwa einem Parkplatz, angeboten, lehne den Kauf ab. Sei misstrauisch, wenn dir nur ein einzelnes Tier gezeigt wird und der Anbieter auf Fragen zur Mutter oder weiteren Welpen ausweichend reagiert. Ein vertrauenswürdiger Züchter hat nichts zu verbergen. Auch eine „unaufgeräumte Wohnung“ solltest du nicht als Grund akzeptieren. Kaufe außerdem keinen Maltipoo-Welpen, der einen kranken Eindruck macht. Achte dabei zum Beispiel auf Augen und Nase, diese sollten frei von Ausfluss und Sekreten sein. Ein gesunder Welpe sollte einen aufgeweckten und verspielten Eindruck machen. Da sehr junge Tiere schnell ermüden, lässt sich dies nicht immer sicher beurteilen, weshalb mindestens ein weiterer Besuch empfehlenswert ist. Kaufe keinen Welpen, der jünger ist als zwölf Wochen. Jungtiere sollten mindestens bis zu diesem Alter bei Mutter und Geschwistern bleiben, damit sie sich sozial und psychisch gesund entwickeln können.
Besonderheiten des Maltipoos
Wie die meisten kleinen Hunde hat der Maltipoo eine Veranlagung zu Problemen mit der Patella (Kniescheibe). Mitunter ist die Furche, in der die Kniescheibe normalerweise gleitet, zu flach ausgebildet und springt heraus. Typisch ist dann, dass die Hunde für ein paar Meter immer mal wieder auf drei Beinen laufen. Suche deinen Tierarzt auf, wenn du Unregelmäßigkeiten beim Gang der Hinterbeine beobachtest. Regelmäßige, gleichförmige Bewegungen wie lange Spaziergänge stärken die Muskulatur und sind auch bei einem so kleinen Hund unverzichtbar. Darüber hinaus können Augenerkrankungen beim Maltipoo vorkommen.
SteckbriefMaltipoo
Rasse: Maltipoo
Herkunft: USA (heute weltweit)
Klassifikation: Mischling (Malteser und Klein- oder Zwergpudel)
Größe: 28 bis 35 Zentimeter Schulterhöhe
Gewicht: 3 bis 6 Kilogramm
Körperbau: klein und schlank
Augen: groß bis sehr groß und dunkel
Ohren: klein bis mittellang, hängend
Fell und Farbe: weiches, welliges oder lockiges Wuschelfell in Weiß, Apricot, Braun, Schwarz oder Gescheckt
Besonderheiten: unkomplizierter Begleithund
Charakter: menschenfreundlich, kinderlieb, verspielt und fröhlich
Pflege: regelmäßiges Bürsten und Scheren, Augen- und Ohrenpflege
Gesundheit: Veranlagung zu einigen Erbkrankheiten wie Augen- und Gelenkbeschwerden
Tibet Spaniel – der kleine Löwen-Hund aus Tibet
Begleithund mit Wachfunktion – seit vielen Jahrhunderten
Die Geschichte des Jemtse Apso, was so viel bedeutet wie „geschorener Apso“, reicht so weit zurück, dass ihre Ursprünge heute im Verborgenen liegen. So viel ist sicher: Er zählt zu den ältesten asiatischen Hunderassen. Seit vielen Jahrhunderten finden sich Tiere dieser sehr ursprünglichen Rasse als Begleiter in Häusern und Klöstern. Die Liebe der Menschen zu ihrem kleinsten Apso beruht auf den zahlreichen Vorteilen, die das Zusammenleben mit den kleinen Hunden bietet: Sie melden jeden Besucher lautstark, sie halten ihre Menschen in den langen, kalten Wintern warm und sie zählen zu den besten Seelentröstern und Zuhörern unter allen Hunderassen. Die kleinen Löwen-Hunde haben ein besonderes Talent, ihren Menschen zu lauschen und dabei Gesichter zu ziehen, als könnten sie jedes Wort verstehen. Und wer weiß, vielleicht versteht ein Tibet Spaniel tatsächlich mehr, als wir ahnen!
Zwei weitere spannende, aber ganz andere Hunderassen aus Tibet sind der Tibet Terrier und der Do-Khyi, die Tibet Dogge.
Der Charakter des Tibet Spaniels
Der kleine Tibetaner hat einen sehr menschenfreundlichen, anhänglichen Charakter. Er liebt es, immer dabei zu sein und fügt sich dabei hervorragend in den Alltag seines menschlichen Partners ein. In der Tat betrachtet der Tibet Spaniel seine Menschen als Partner und möchte mit Respekt behandelt werden. Man könnte ihn durchaus als hoheitsvoll und ein wenig arrogant bezeichnen. Mit Druck und Härte erreichst du bei diesen charakterstarken, mutigen und intelligenten Hunden gar nichts. Diese sind aber zugleich so clever, dass sie Führungslosigkeit bereitwillig für die eigenen Zwecke nutzen. Das richtige Gleichgewicht aus Geben und Nehmen liegt dem liebenswerten Löwen im Blut. Beachtest du das, ist dir ein wundervoller, gut führbarer Begleiter sicher.
Beim Spaziergang – oder an einem löchrigen Gartenzaun – zeigt sich oft die neugierige, unabhängige und abenteuerlustige Seite des Tibet Spaniels. Er hat zwar keinerlei Jagdtrieb, findet aber dennoch viele Dinge, die er abseits der Wege tun könnte. Dein Rückruf muss demnach wirklich gut sitzen, bevor du den kleinen Tibetaner ohne Leine losziehen lässt. Das ist dann besonders wichtig, wenn dein kleiner Begleiter mit dir zum Wandern gehen darf: Tibet Spaniels lieben Ausflüge aller Art und sind erstaunlich trittsicher, kernig und ausdauernd. Kein Wunder, mussten ihre Urahnen doch in den tibetanischen Höhen mit ihren Menschen die Bergpfade bezwingen.
Der wohl wichtigste Charakterzug im Hinblick auf Haltung und Erziehung ist die Bellfreudigkeit der kleinen Apsos. Es liegt ihnen im Blut, jedes verdächtige Geräusch zu melden. Möchtest du dem entgegenarbeiten, solltest du so früh wie möglich damit beginnen.
Erziehung und Haltung
Bei der Erziehung des Tibet Spaniels müssen Fairness und Konsequenz im Mittelpunkt stehen. Das gilt so natürlich bei jeder Hunderasse – aber der kleine Apso legt äußersten Wert auf einen wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe. Seine Erziehung ist deshalb weniger ein Empfangen von Befehlen als eine Kommunikation mit einem Partner. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, ist der loyale und gelehrige Tibetaner leicht erziehbar. Auch Ersthundebesitzer kommen mit dieser Rasse meist gut zurecht, wenn sie sich vor allem am Anfang professionelle Hilfe in Hundeschulen suchen.
Die sympathischen Zwerge stellen dank ihrer Anpassungsfähigkeit keine besonderen Anforderungen an ihre Haltung. Ob kleine Stadtwohnung, Haus mit Garten und Bauernhof – in jeder Hütte finden sie ein warmes Plätzchen. Reine Schoßhunde sind sie dennoch nicht: Sie sind gern unterwegs zum Spazieren, Wandern und sogar Klettern. Beim Radeln brauchen sie gelegentlich eine Pause im Fahrradkorb.
Neben der täglichen Bewegung tut den kernigen Kerlchen ein wenig geistige Auslastung gut. Ihr größtes Talent – das Wachen – führen sie ohne Hilfe jederzeit aus. Jagen und Apportieren liegen ihnen ebenso wenig wie reine Nasenarbeit. Aber dank ihrer Intelligenz lernen sie Hundetricks schneller als manch andere Hunderasse. Warum lässt du dir nicht am Abend deine Pantoffeln bringen? Oder bringst ihm bei, die Türen zu öffnen? Der kleine Jemtse Apso kann erstaunliche Leistungen vollbringen, wenn er Spaß daran hat, mit seinen Menschen zu arbeiten.
Pflege des Tibet Spaniels
Trotz der langen Haare gilt der Tibet Spaniel als pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten und Aussortieren von Zweigen, Kletten oder Ähnlichem aus dem Fellkleid sind natürlich Pflicht, aber darüber hinaus hast du nicht viel zu tun. Trimmen oder Scheren ist weder notwendig noch ratsam, es würde die seidige, wasserabweisende Haarstruktur zerstören.
Besonderheiten und Gesundheit
Der Tibet Spaniel ist ein freundlicher, meist gut gelaunter, schlauer Begleithund für Menschen jeden Alters. Er passt sein Bewegungsbedürfnis problemlos an seine Menschen an und findet sich in nahezu jeder Umgebung zurecht. Wichtig ist ihm nur eins: möglichst wenig alleine zu sein!
Auf gesundheitlicher Seite bringt der Tibetaner eine robuste Konstitution mit. Es gibt einige bekannte Erbkrankheiten, auf die vor der Zuchtzulassung getestet werden muss. Dazu gehören eine bei weißen Hunden öfter auftretende Form der Taubheit, Probleme mit den Augen wie Augenlidveränderungen und Retinaatrophie, Hüftgelenksdysplasie (HD), Patellaluxation und Nierenprobleme. Kaufe daher einen Welpen nur aus einer anerkannten Zucht. Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) fungiert als Ansprechpartner für die Züchtersuche.
Ein gut gepflegter und schlank gehaltener Tibet Spaniel kann bis zu 15 Jahre alt werden.
SteckbriefTibet Spaniel
Rasse: Tibet Spaniel
Herkunft: Tibet
Klassifikation: Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 5 Tibetanische Hunderassen
Größe: um 26 Zentimeter
Gewicht: 4 bis 7 Kilogramm
Körperbau: kräftig, kompakt, gedrungen und robust
Augen: dunkle Augen mit wachem Blick
Ohren: eng anliegende Knickohren mit deutlicher Behaarung
Fell und Farbe: seidig mit weichem Deckhaar und deutlicher Unterwolle, reiche Befederung an den Beinen und beim Rüden eine „Mähne“, alle Farben erlaubt
Besonderheiten: tibetanisches „Kulturgut“
Charakter aufmerksam, hochintelligent, eigensinnig, hoheitsvoll, bellfreudig
Gesundheit: recht robuste Rasse mit wenigen Erbkrankheiten (Taubheit, Augenerkrankungen, Hüftdysplasie)
Australian Shepherd – arbeitswütiges Energiebündel mit Ansprüchen
Australian Shepherd: Herkunft und Abstammung
Auch wenn sein Name darauf schließen lässt: Der Australian Shepherd stammt nicht aus Australien. Er ist vielmehr ein waschechter Amerikaner, der einst aus Down Under in die USA emigrierte. Wie es dazu kam, erfährst du hier.
Australische Wurzeln
Im 19. Jahrhundert florierte der Export von Schafen von Australien in die USA: Baskische Schafhirten, die ihre Merinoschafe zunächst aus Spanien nach Australien gebracht hatten, wanderten nun mit ihren Schafen nach Nordamerika aus. Dort erhielten die Tiere schnell den Namen „Australian Sheep“. Begleitet wurden Schäfer und Schafe von ihren Hütehunden: Collies, Border Collies, Schäferhunden sowie anderen Herdenschutzhunden. Die Schäfer siedelten sich vor allem im Südwesten der USA an und begannen, die Hunde zu züchten. Dabei wurden die unterschiedlichen Hunderassen miteinander gekreuzt. Heraus kam der Australian Shepherd, benannt nach den Schafen, die er hütete.
Rinderhirten und Rodeostars
Die cleveren und energiegeladenen Vierbeiner fanden in den Vereinigten Staaten schnell viele Freunde, eigneten sie sich doch hervorragend für die Arbeit auf den Rinderfarmen des Westens. In den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckten die Rodeoreiter und Westernshow-Organisatoren den Australian Shepherd für sich: Der intelligente Hund wurde mit seinen erlernten Kunststücken zum Star vieler Rodeo-Arenen. So waren es auch die amerikanischen Farmer, die diese Hunderasse weiter züchteten und erhielten.
FCI-Klassifikation
Der erste Zusammenschluss von Züchtern des australischen Schäferhunds entstand 1957 in Arizona. Dort gab es auch das erste Zuchtbuch, seit 1977 mit verbindlichem Rassestandard. Die amtliche Anerkennung der Aussies als Hunderasse erfolgte erst 1996 durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale). In Europa sind die außergewöhnlich lehrreichen und cleveren Hunde seit den 1970er-Jahren bekannt.
Die FCI teilt Hunderassen in Gruppen und Sektionen ein. Der Australian Shepherd gehört zur Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde. Weitere Hunde aus derselben FCI-Gruppe sind der Shetland Sheepdog, der Deutsche Schäferhund und der Bearded Collie.
Neben der Standardvariante des Australian Shepherd mit einer Widerristhöhe zwischen 51 und 58 Zentimetern bei Rüden und zwischen 46 und 53 Zentimetern bei Hündinnen gibt es den sogenannten Mini-Australian Shepherd. Die Größe des Mini-Australian Shepherd liegt zwischen 43 und 46 Zentimetern bei Rüden und zwischen 33 und 43 Zentimetern bei Hündinnen.
Wesen und Charakter des Australian Shepherd
Der Australian Shepherd zeichnet sich durch seine außerordentliche Lernbereitschaft sowie durch seinen großen Arbeitseifer aus. Er ist ein Hund mit ausgeprägtem Hüte- und Schutzinstinkt. Von Natur aus ist der Aussie freundlich, ausgeglichen, gutmütig und vertrauten Personen gegenüber stets liebevoll.
Viele Menschen sehen in dem Australian Shepherd eine schwer erziehbare Rasse mit einem starken Charakter, der seinen Dickkopf unbedingt durchsetzen möchte. Fest steht: Das vierbeinige Energiebündel braucht eine starke Führung und eine konsequente Hundeerziehung.
Als Hütehund ist der Australian Shepherd wachsam und intelligent, wie es sich für einen Herdendirigenten gehört. Sein Rudel liebt er abgöttisch. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend bis misstrauisch und benötigt etwas Zeit, bis er sich ihnen anvertraut und zugänglich wird. Viele fragen sich, ob der Australian Shepherd gefährlich ist. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Allgemein gilt diese Hunderasse als friedfertig, ist aber durchaus in der Lage, seine Herde zu verteidigen.
Die lernbegierige Spürnase besitzt außerdem einen ausgeprägten Drang, seinem Halter zu gefallen (Will to please) und die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Wer diesen Eigenschaften mit der richtigen Erziehung entgegenkommt, wird einen wunderbaren Begleiter an seiner Seite haben.
Ist der Aussie ein Familienhund?
Diese Hunderasse eignet sich nur bedingt als Familienhund. Wer sich als Familie einen Australian Shepherd zulegen möchte, sollte sich zuvor sorgfältig überlegen, ob sich dieser bewegungsfreudige Hund gut in den eigenen Familienalltag integrieren lässt.
Damit das Zusammenleben gelingt und ein Australian Shepherd-Welpe zu einem ausgeglichenen Hund heranwächst, muss man viel Zeit für den Hund einplanen: Denn wird der Aussie nicht ausreichend gefordert oder muss er über längere Zeit allein bleiben, besteht die Gefahr, dass er unerwünschte Verhaltensauffälligkeiten entwickelt.
Sein starker Beschäftigungswille und der große Bewegungsdrang machen es ihm mitunter schwer, sich zu entspannen. Wird die Langeweile zu groß, leidet nicht selten die Wohnungseinrichtung unter seinem Tatendrang. Wird ein Aussie neues Familienmitglied, ist es außerdem ratsam, Kindern die Bedeutung einer konsequenten Erziehung klarzumachen. Je jünger Kinder sind, desto schwerer fällt es ihnen meist, sich an konsequente Regeln zu halten. Ältere Kinder oder Jugendliche sind da schon etwas vernünftiger und tragen unter Umständen erzieherisches Verhalten für ihren Hund leichter mit.
SteckbriefAustralian Shepherd
Rasse: Australian Shepherd
Herkunft: USA
Klassifikation: Treib- und Hütehunde
Größe: Rüde 51 bis 58 Zentimeter Schulterhöhe – Hündin 46 bis 53 Zentimeter Schulterhöhe
Gewicht: 16 bis 32 Kilogramm
Körperbau: mittelgroß, gut proportioniert, etwas länger als hoch, manchmal natürliche Stummelrute
Augen: mittelgroß, mandelförmig; blau, bernsteinfarben oder braun, auch gefleckt, marmoriert oder verschiedenfarbig
Ohren: dreieckige Kippohren, an der Spitze abgerundet
Fell und Farbe: halblanges Fell, dichte Unterwolle; Farben: Schwarz, Braun, schwarz marmoriert mit grauem Grund, marmoriertes Rotbraun, marmoriert mit hellrotem oder beigem Grund; jeweils mit weißen und kupferfarbenen Abzeichen
Besonderheiten: insgesamt 16 verschiedene Farbvarianten durch Kombination von Grundfarbe und ggf. Abzeichnen anerkannt
Charakter: wachsam, intelligent, gelehrig, unermüdlich, arbeitsfreudig
Pflege: wöchentlich bürsten, im Fellwechsel täglich
Gesundheit: müssen auf PRA und CEA vor einem Alter von acht Wochen untersucht werden, unbedingt einen seriösen Züchter aufsuchen, der keine Merle-Merle-Verpaarungen zulässt, da hier häufig genetisch bedingte Krankheiten entstehen, anfällig für Gebissfehler
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